Walo Brunner solo: (Walti Scheiz, i iedere Beiz)

Walo Brunner Gitarre, Gesang und Schnurrägiigä mit dem Mundartprogramm "Lieder ab em Chriesibaum" auch mit Geschichten von und über WilerWalti und Fado Liedern. Ungefähr 333 Fränkli plus Essen und Trinken.

 

The Beize Buebä:

Walo Brunner, G/H/V und  gute Kollegen. Programm ca. 50 Minuten, spannend und abwechslungsreich, zwischen Country, Ländler, Blues und Rock n`Roll. Ungefähr ab 555 Fränkli plus Essen und Trinken.

 

Kontakt: Walo Brunner, Postfach 65, CH-8135 Langnau am Albis.

 

 

WilerWalti, Leben und Wärch:

 

Spitzfindiges, Legenden, Ranken und Gedanken um WilerWalti

 

Am 3. 3. 1953 beim Bahnhof Thalwil Gleis 3 als Findelkind gefunden.

Geburtsdatum wurde von Amtes wegen auf den 01.01.1953 festgelegt.

 

Gemäss Aussagen von Quartierbewohnern, wuchs WilerWalti als randständiger bei einer Familie Staub in Thalwil auf.

Über seinen Werdegang ranken sich war- und unwarscheinliche Geschichten.

Walo Brunner sammelt und aufarbeitet zur Zeit alles was in Erfahrung zu bringen ist, in einer Novelle und die geht so:

 

... An einem kalten Märzenmorgen 1953 um 03.00 Uhr beim Bahnhof Thalwil Gleis 3, macht der Geleisearbeiter Karli Staub seine wohlverdiente Pause. Das Warten auf den 4 Uhr Gemüseexpress aus Süd- und Mittelitalien, verkürzt er sich mit einer Kanne heissem Kafi Lutz, die ihm seine Frau Ida jeden Tag mitgibt.

Als plötzlich ein Kindergeschrei ihn aus seinen in die ferne schweifenden Gedanken aufrüttelt. Voller Ehrfurcht zieht Karli Staub ein Körbchen unter der Bank hervor. In ein Wolfsfell eingewickelt liegt ein etwa 3 Monatiges Bübchen, das mörderisch schreit. Um seinen Hals hängt ein Schildchen auf dem "Walti" steht und sonst nichts.

Entgegen den Gepflogenheiten von Karli Staub, der seine Arbeit ungern im Stich lässt, entfernt sich dieser von den Geleisen, um den Korb mit dem Bübchen nach Hause zu bringen, wo Frau Staub beinahe in Ohnmacht fällt, beim Anblick der Bescherung. Wie die Jungfrau zum Kinde, was Ida Staub auch ist, also ich meine Jungfrau, aus evangelikalem Hause, kommt sie zu ihrem Schicksal und kümmert sich vorzüglich um das, mittlerweile auf WilerWalti, benannte Kind.

Die Entwicklung des Buben entpuppt sich zusehends als sehr schwierig und Ida Staub, die auch noch in der Seidenweberei arbeitet, ist der Sache immer weniger gewachsen. Auch in der Schule murkst er sich nur schlecht als recht durch und wird von Lehrer Schubiger in der 2. Seck, aber mit bereits 9 Schuljahren, in aller gegenseitigem Einvernehmen entlassen.

 

Walti mit seinen blonden, strähnigen und bis auf die Schultern fallenden Haare, ist  nicht zu übersehen und eine eher auffällige Erscheinung.

Walti ist der Zeit bei weitem voraus, aber meistens miss- oder unverstanden. Nicht nur, dass er  öffters in der Zürcher Altstadt anzutreffen ist, nein er spielt auch in der berüchtigten Rock`n Blues Band "Black Cream" die erste Gitarre. 

Die "Black Cream" proben regelmässig am Mittwoch Abend und Samstag Nachmittag`s in einem ausgedienten Wäschehäuschen, das dem protestantischen Pfarrhaus Thalwil vorgelagert ist und schräg vis à vis vom Adler liegt. Dass die Band dort proben darf, ist dem Umstand zu verdanken, dass Walti von einer gut aussehenden Frau eines Kirchenpflegers stark bevorzugt wird. 

Die "Black Cream" lösen sich aber wegen unlösbarer Querelen bald auf. Die zweite Band im Dorf,  "The Outdors"  übernimmt fortan das Wäschhüsli, allerdings gegen den Willen der dort ansässigen Pfarrersfrau. WilerWalti jamt regelmässig bei The Outdors mit und wird bald beweglicher Bestandteil der Band. Es wird dort nicht nur geprobt, sondern auch eigenartige Partys gefeiert, wo auch Frauen mittaten, sogar  der Kirchenpflege nahestehende.

Die Lärmemissionen werden der religiösen Nachbarschaft zu bunt und das Wäschhüsli wird von der Gemeindepolizei geräumt.

 

Einem veritablen Liebeskummer ist WilerWalti aber nicht gewachsen. Seine ganz grosse Jugendliebe "Maria" verschwindet eines frühen Morgens.  Waltis Nachforschungen ergeben, dass Maria mit seinem allerbesten Jugendfreund "Alex" durchgebrannt ist. Unverständlich, unbegreiflich für Walti, liegt er doch noch in der Nacht zuvor mit Maria zusammen, in der sie eine gemeinsame Zukunft planen.

 

Walti erträgt den Schmerz nicht und flüchtet sich fast Täglich ins Scharfegg zu "Reesi" der flotten Wirtin und fröhnt dem uferlosen Biertrinken. Eines Tages schliesst er Bekanntschaft mit dem Biertier, was tragisch endet. Im Vollrausch legt sich Walti auf dem Nachhauseweg, bei minus 5 Grad in den mit Schnee gefüllten Brunnentrog vom Katzenbrunnen. Einige Saufkumpels finden den leblosen Körper von Walti um 3 Uhr morgens auf dem Heimweg. Obwohl sie selber eher ausser Kontrolle sind organisieren sie sofort Hilfe. Als diese eintrifft war der Trog leer und die Saufkumpels wurden auf den Polizeiposten mitgenommen, wegen Irreführung von Amtspersonen.

Der Irrtum basiert auf der Tatsache, dass in der Zwischenzeit eine zweite Gruppe von Saufkumpels am Katzenbrunnen vorbei kommt. Sie fischen Walti aus dem mit Schnee gefüllten Brunnentrog und schleppen ihn zum Bahnhof, wo der Güterexpress Richtung Spanien einen Kontrollhalt einlegen musste. Die Saufkumpels legen den leblosen Körper von Walti in die Wärterkabine eines Bahnwagen, dessen Türe leicht geöffnet und der geheizt ist. Trotz übermässig schlechtem Gewissen schleichen sich die Kumpels in die Schneegestöberte Nacht Richtung See hinunter.

Seither ist Walti spurlos verschwunden und wird von Amtes wegen per 22. Januar 1988 als verschollen erklärt.

 

....Die Nachricht vom Tode Alex, erreicht Walti in Valladolid, Spanien wo er es zu einem bedeutenden Duero-Weinproduzenten gebracht hat. Seltsamerweise berührt ihn der Tod seines ehemals besten Kollegen sehr tiefgreifend und er beschliesst in die Schweiz an die Beerdigung von Alex zu reisen.

Inkognito und völlig unerkannt, sitzt Walti auf der Empore der protestantischen Kirche von Thalwil, mit dem notwendigen Abstand und auch Anstand. Zuvorderst sitzt Maria, rechts von ihr ein etwa 30 Jähriger Jüngling, welcher ihr Sohn sein muss, da er sehr dem jungen Alex von damals gleicht. Rechts von ihr sitzt eine ungefähr mitte dreissig Jährige Frau, welche ihre Tochter sein muss, gleicht sie doch der jungen Maria von damals aufs Haar. Die Zeremonie neigt sich dem Ende entgegen, als sich Maria umdreht und trotz aller Vorsichtsmassnahmen trifft ihr Blick punktgenau in diesem Moment auf den blauglasklaren Blick Walti`s. 

 

Das wäre so das gröbste zusammengerafft.

 

 

Steckbrief 

Berufliche Laufbahn: Mechaniker, Bäck-Konditor, Logistiker uvm.

WilerWalti  Denker + Philosoph, seiner Zeit weit voraus + gründlich missverstanden.

Lebensmotto: Kanonen zu Gitarren. 

Lieblingsessen: Die Lassagne von Reesi oder eine Bratwurst vom Sternen-Grill, Paella. 

Lieblingsgetränk: Bier-Bier-Kafi Lutz und Bier.

Stammbeiz: Federal HB Züri, die Drehscheibe zur grossen Welt + "Scharfegg" vom Reesi.

Grosse Liebe: Maria, Reesi, Maria, Reesi

Besondere Merkmale: Toller Gitarrist, Sänger und Songschreiber, feuchtfröhlicher Junggeselle 

Musikalische Idole: Eric Clapton, Jimi Page, Jeff Beck, Carlos Santana, David Gilmour. 

Lebensmotto: Leben und Leben lassen.

Bester Song:  Layla, Eric Clapton / Shine on you Crazy Diamond, Pink Floyd

Fussballclub: FCZ, FC Langnau, Everton. Hauptsache blau.

Lieblingsorte: Niderdorf, Letzigrund, Hallenstadion, El Lokal + Scharfegg.

Lieblingsband: Pink Floyd, Yes, The Doors, Led Zeppelin.

Lektüre: Gitarrenheftli / Mad

Buch: Charles Bukowski, der Mann mit der Ledertasche.

Lieblingstier: Poulet im Chörbli.

Lieblingsblume: Dead Flowers und Gladiolen.

Traumauto: Pickup Truck.

Sportart: Dreigipfeltour, Kronenbebärg - Sunnebärg - Etzlibärg.

Religion: Erfinder der Dreipunkte Theorie. B-B-B.(Bier, Bratwurst + Beiz)

 

 

 

 

wilerwalti